Short Message Service

Der Short Message Service (SMS) steht für Kurznachrichtendienst, der für das Versenden von Kurzmitteilungen genutzt wird. Doch ursprünglich war der Nachrichtendienst gar nicht geplant, sondern sollte als Informationsmitteilung für Signalstörungen für den Rufaufbau gedacht. Daher entstand die SMS als Nebenprodukt bei den Telekommunikationsdiensten. Verglichen zur Telefonie benötigt die Kurzmitteilung eine niedrige Bandbreite und ist daher lukrativ für den Netzbetreiber.

1984 schlug Matti Makkronen vor, die Kapazitäten im GSM-Standards zu nutzen. Mit dieser Idee, eine Informationsnachricht zu entwickeln, setzte er die Grundlage für die heutige SMS. Im Zeitraum von 1987 bis 2002 wurde ein Standard-Format entwickelt, der u. a. die Begrenzung auf 160 Zeichen einschließt. Im Dezember 1992 ist die erste SMS von einem PC an ein Mobilfunk-Telefon im Vodafone Netz in Großbritannien versendet worden. Der Text beschränkte sich auf ein kurzes „Merry Christmas“.

Tastentelefon für SMS

Fakten

Obwohl die Netzbetreiber die SMS nach anfänglichem Zusatzprodukt zu kostenpflichtig wechselten, erhielt die SMS einen enormen Nutzfaktor. Im Jahr 2012 brachte die SMS den Höhepunkt auf 59,8 Milliarden SMS pro Jahr. In 2018 wurde nur noch knapp 9 Milliarden SMS pro Jahr versendet.

Ursache für den schnellen Rückgang liegt zum einen in der verbreiteten Nutzung von Smartphones und damit der vereinfachte Zugang zum Internet. Mit Smartphone Applikationen hat sich die Kommunikation nun deutlich verändert, da beispielsweise über WhatsApp eine Echtzeit-Chat-Funktion die Kommunikationsschnelligkeit erhöht.

Im Vergleich zu 1999, als die erleichterte Texteingabe (kurz T9) eingeführt wurde, konnte die Zeit für das Nachrichten-schreiben schon verkürzt werden. Mit aktuellen Smartphones wurde die Zeit noch einmal halbiert (19 Sekunden; Tastenhandy 40 Sekunden).

Vor- und Nachteile

Die SMS wird wahrscheinlich nicht ganz aussterben, denn die Nutzung der Kurzmitteilung ist auch noch in der heutigen Zeit von Bedeutung. SMS benötigen keine Internetverbindung, belaufen sich in der Regel auf 19ct pro SMS oder sind sogar in einer Allnet-Flat enthalten. Das Empfangsgerät ist dabei unabhängig, denn SMS werden per Sprachcomputer auch an Festnetz-Telefone oder Fax-Geräte versendet.

Anwendungsgebiete sind vielfältig. Von Banken, die die 2-Faktor-Autorisierung mittels SMS an das Nutzerhandy versendet, oder der Netzbetreiber, der über verpasste Anrufe informiert, ist der Einsatz vielseitig möglich.

Zum Nachteil wird die SMS, wenn keine Flatrate enthalten ist und der SMS-Versand Kosten verursacht. Bei Internet-SMS Anbieter wird der Versand über Werbung finanziert, sodass Informationen oder Daten des Nutzers an die Werbetreibende weitergeleitet werden.

Erweiterung

Damit die SMS noch weitere Funktionen erhält, wurde auch hier Erweiterung entwickelt. Zum einen stellt den Enhanced Message Service (EMS) eine Erweiterung der SMS dar. Mit der Funktion von Bild-, Ton- oder Lage-Versand werden dem Nutzer die Bedienung erleichtert und hat somit auch keine Zeichenbegrenzung auf 160 Zeichen.

Die Multimedia Message Service (MMS) ist eine Erweiterung von SMS und EMS. Multimedia Nachrichten können somit an mobile Endgeräte oder E-Mail-Adressen versendet werden.

Rich Communication Service (RCS) ist die neuste Erweiterung der SMS und wird als infrastrukturbasierter Dienst eingesetzt. Diese Dienst-Funktion wird von Android-Smartphones unterstützt und dient zu Kurznachrichten mit Gruppen-Chat Funktion stellt aber keine Chat-Anwendung dar.

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